Gemeinde Dohma, Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge, Freistaat Sachsen, nähe Dresden und Pirna
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Geschichtliches zur Gemeinde Dohma und deren Ortsteile

Ortsteil Goes

Vom südlichen Ende der Pirnaer Südvorstadt im Gottleubatal strebt eine Straße dem Dorfe Goes auf der Hochfläche der Cottaer Ebenheit zu. Foto einer alten Bleistiftzeichnung vom Rundling

Das vor allem mit seiner östlichen Hälfte noch musterhaft ausgebildete Rundplatzdorf paßt sich einer flachen Senke ein, seine Flur breitet sich wegen des nahen Gottleubatales vorwiegend nur nach Westen und Süden aus und zeigt auf dem Flurkroki des vorigen Jahrhunderts eine Einteilung in Gewanne und Gelängestreifen.

Die erste bekannte Namensnennung schreibt Goszow (1350), woraus SCHWARZ (1957) auf die Ableitung von dem altwend. Gosov und von dem Personennamen Gos schließt. Schon im folgenden Jahrhundert schrieb man Goeß. altes Foto von der Goeser Gaststätte

Auch Goes gehörte zu den ursprünglich Dohnaischen Dörfern, 1526 dann auch zur Pflege Pirna.

Grundherren des Dorfes waren die Besitzer der Rittergüter in Großsedlitz und Rottwerndorf (1547), später die von Zehista und Rottwerndorf (1642).

Die herrschaftliche Teilung des Dorfes währte bis zur Aufhebung der Patrimonialgerichtsbarkeit.

Goes kann mit seiner gesamten Anlage als ein besonderes bäuerliches Denkmal gelten.
Den Teich in der Mitte umgeben Drei- und Zweiseitenhöfe, die sich in enger Nachbarschaft aneinanderreihe und deren Wohnstall- und Seitengebäude giebelseitig zum Dorfplatz stehen.

altes Foto: spielende Kinder im Schnee in den 60iger Jahren Nur vereinzelt tritt in den Traufseiten der Gebäude noch Fachwerk in Erscheinung, sonst herrscht massiv steinerner Hausbau in Sandstein vor. Dieser besitzt in der Gestaltung der Giebel und in der Verwendung von steinernem Zierat auf Giebelspitzen wir Torsäulen - nur Nr. 12 hat noch ein Bogentor - einen eigentümlichen Charakter.

Städtische Kunstelemente namentlich der Biedermeierzeit wurden durch die Arbeit der Steinmetzen der benachbarten Werkplätze in das Dorf gebracht.

Der Sandstein fand im Innenbau von Flur und Stall wie auch als Plattenbelag auf dem Hof reiche Verwendung.

Industrie gibt es in Goes nicht; etwa 15% der arbeitenden Bevölkerung ist in Heidenau oder Pirna beschäftigt. Die landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft orientiert sich stark auf Tabakanbau.

 

Quelle: Pirna und seine Umgebung, erschienen 1965

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